Die Wiederholungskartierung 2011

Ziele und Durchführung


Im Jahre 2011 war es erneut an der Zeit, die ökologische Bestandsaufnahme und Biotopverbundplanung zu aktualisieren. Um vergleichbare Ergebnisse zu erhalten, wurde analog zur ersten Wiederholungskartierung im Jahre 1999 verfahren. Erneut wurde also die gesamte Markung abgegangen. Dabei wurden
  • der ökologische Zustand aller in den Jahren 1989 und 1999 festgestellten Biotope erfasst und mit der damaligen Bewertung verglichen,
  • die 1989 und 1999 festgestellten störenden Strukturen überprüft,
  • die empfohlenen Maßnahmen auf ihre Umsetzung und Aktualität geprüft,
  • neue Maßnahmen empfohlen,
  • neue störende Strukturen festgehalten und
  • die jeweiligen Beschreibungen aus den Jahren 1989 und 1999 gegebenenfalls ergänzt.
Während bei den zurückliegenden Kartierungen lediglich Schwarz-weiß-Flurkarten im Maßstab 1:5.000 zu Grunde lagen, konnte diesmal auf Flurkarten mit hinterlegten farbigen Luftbildern zurückgegriffen werden. Dies hat gleich mehrere Vorteile: Zum einen erleichtert es die Orientierung im Gelände erheblich. Zum anderen erübrigt sich die Eintragung von Landnutzungsformen, denn Grünland, Ackerflächen und Wald sind bereits in den aktuellen Luftbildern eindeutig zu identifizieren. Im Wald ist darüber hinaus sogar die Baumartenzusammensetzung zu erkennen. Und nicht zuletzt können einzelne Strukturen wie Hecken, Feldgehölze, ja sogar Einzelbäume metergenau lokalisiert werden. Insgesamt hat sich die Genauigkeit der Kartierung dadurch deutlich gesteigert.

In die neuen Flurkarten mit hinterlegten Luftbildern wurden mit schwarzen Signaturen die Ergebnisse der Kartierung 1989 und mit grüner Farbe die Kartierung 1999 eingetragen. Hierbei zeigte sich, dass die in die damaligen Unterlagen gewissermaßen "freihändig" eingezeichneten Strukturen wie Wege, Hecken und Streuobstbestände erstaunlich präzise mit dem Luftbild übereinstimmten. Nur in Einzelfällen ergaben sich - bedingt durch Orientierungsschwierigkeiten im Gelände und Kartierfehler - Abweichungen. Auf eine nachträgliche Korrektur dieser Ungenauigkeiten wurde wegen des erheblichen Aufwands und angesichts der Tatsache, dass in allen Fällen eine eindeutige Zuordnung der Biotope zum Luftbild möglich ist, verzichtet. Die so entstandenen Karten bildeten die Grundlage für die Geländearbeiten 2011.

Die folgende Abbildung des jeweils selben Kartenausschnitts zeigt die Unterschiede der einzelnen Kartengrundlagen in den Jahren 1989, 1999 und 2011 recht anschaulich.

Wiederholungskartierung 1989 und 1999

Geländekarte 2011

Kartierung Fassung 2011 rot

Kartenausschnitt aus den Kartierungen 1989, 1999, Kartiergrundlage 2011 und Endfassung 2011.

Zur zusammenfassenden Bewertung der Veränderungen aus ökologischer Sicht war ursprünglich geplant, wieder dieselben Symbole wie bei der Wiederholungskartierung 1999 zu verwenden. Leider war dies aus programmtechnischen Gründen nicht möglich, so dass eine Umstellung auf verbale Beschreibungen erfolgen musste:

 
Veränderung der
ökologischen Wertigkeit
Darstellung 1989 + 1999
   Darstellung 2011
Steigerung
Pfeil nach oben
positive Entwicklung
Verschlechterung
Pfeil nach unten
negative Entwicklung
Fläche nicht mehr vorhanden
X
nicht mehr vorhanden
keine Veränderung feststellbar
(kein Symbol)
unverändert


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