Die Ökologische Bestandaufnahme und Biotop-Systemplanung 1989

Ziele und Durchführung

Die ökologische Bestandsaufnahme und Biotop-Systemplanung für die Gemeinde Salach wurde 1989 erarbeitet, um der Gemeindeverwaltung und dem Gemeinderat eine Hilfe zu geben, ihre Gemarkung landschaftsgerechter zu gestalten, der Einförmigkeit des Landschaftsbildes entgegen zu wirken und die ökologische Mannigfaltigkeit der Flur zu steigern. Sie war nicht das Ergebnis einer, diesem Zweck wenig dienlichen und zudem zeitaufwendigen, pflanzensoziologischen Kartierung; vielmehr zeigte sie die Standorte wertvoller Biotope auf und gab Hinweise, wo neue Lebensräume und vernetzende Strukturen geschaffen werden können, wo der Naturhaushalt gefördert und der Erlebniswert gesteigert werden kann. Ziel dieser Bemühungen war es, die Vielfalt, Eigenart und Schönheit der Landschaft und ihrer natürlichen Ausstattung zu erhalten und zu steigern.

Als erster Schritt wurde 1989 eine flächendeckende ökologische Bestandsaufnahme durchgeführt. Sie gab einen Überblick über die damalige Nutzung der Gemarkung und zeigte in einer Momentaufnahme die Verteilung von Äckern, Wiesen und Weiden unterschiedlicher Nutzungsintensität, Laub-, Misch- und Nadelwald, Ruderalflächen, Streuobstwiesen, Feldgehölzen, Gewässer unterschiedlichen Verbauungsgrads, Parks, Sonderkulturen und andere Strukturen. Gleichzeitig wurden punktuell oder flächenhaft ökologisch wichtige Strukturen, aber auch störende Strukturen festgestellt und nummeriert. Ebenfalls eingetragen wurden für ein Extensivierungsprogramm geeignete Flächen, v.a. mittelextensiv genutztes Grünland.

Damit der Austausch an Arten und genetischem Material gewährleistet ist, sollten Biotope (z.B. Hecken, Teiche) räumlich nicht zu weit voneinander entfernt liegen. Es ist deshalb zweckmäßig, durch ein "Biotopverbundsystem" Lebensräume so zu gestalten bzw. neu einzurichten, dass zwischen ihnen eine möglichst geringe räumliche Distanz liegt. Nur durch eine solche Vernetzung von Strukturen kann der "Verinselung" von Lebensräumen entgegengewirkt werden. Dies ist von großer Wichtigkeit und eine zentrale Forderung bei der gestaltenden Naturschutzarbeit. Deshalb wurden 1989 nicht nur die aktuellen Biotope und Nutzungsarten erfasst (Bestandsaufnahme), sondern ergänzend hierzu auch Vorschläge für die Schaffung vernetzender Strukturen eingearbeitet (Biotop-Verbundplanung).

Am Schluss lag dann die ökologische Bestandsaufnahme und Biotop-Verbund-planung der Gemeinde Salach in gedruckter Form vor. Hierzu gehörten neben dem Text und den Beschreibungen der Biotope und Empfehlungen auch insgesamt 13 Schwarz-Weiß-Karten auf der Basis der Flurkarten 1:2.500. Sie zeigten die ganze Markung in Übersicht, hielten den Status Quo der unterschiedlichen Landnutzung fest und enthielten alle beschriebenen Biotope, Störungen und Empfehlungen. Die im Anhang beiliegenden Karten gaben mit schwarzer Farbe und Signatur den damaligen Stand (1989) wieder.


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